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 Otello in Zuerich 20.10.2011

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SandraOtt

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BeitragThema: Otello in Zuerich 20.10.2011   Otello in Zuerich 20.10.2011 Icon_minitimeMo Okt 24, 2011 6:06 pm

www.oper-aktuell.info/kritiken/details/artikel/zuerich-otello-20102011.htm

Die Absage Peter Seifferts führte zu einer Wiederbegegnung mit José Cura (dem gefeierten Otello der letzten Inszenierung). In den ersten beiden Akten klingt seine Stimme müde, leicht gaumig und angestrengt. Erst im dritten Akt läuft er dann zu wirklich grossartiger Form auf, gestaltet den Monolog Dio! Mi potevi scagliar und den vierten Akt mit geradezu Gänsehaut erregender Intensität.

The cancellation of Peter Seiffert led to a reencounter with José Cura (the celebrated Otello of the last production). In the first two acts his voice sounded tired, a bit palatal and exerted. Only in the third act he rose to a really incredible form, created the monolog Dio! Mi potevi scagliar and the fourth act with intensity causing goose bumps.


www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/1584557/

Denn "Otello" ist primär eine spannende Dreiecks-Geschichte zwischen der Titelfigur, Desdemona und Jago. Vick nimmt Partei: "Kein Erbarmen mit Otello", lautet seine Devise. Er stellt ihn nicht als Opfer, sondern als Täter auf die Bühne. Ein unberechenbarer Despot, stets auf der Suche nach seiner eigenen Identität. Souverän in seinen öffentlichen Auftritten - ein gefährlicher Schwächling im Privatleben. Diesen Launen ist eine elegante, feinfühlige Desdemona ausgeliefert. Chancenlos. José Cura und Fiorenza Cedolins singen und spielen diese dramatische Auseinandersetzung überzeugend. Weil sie ihren privaten Otello über alles liebt und er sich ihrer - wie auch sich selbst - nie sicher zu sein scheint, hat Jago leichtes Spiel.

Because „Otello“ is primarily a thrilling triangle between the title role, Desdemona and Jago. Vick takes sides: “No mercy for Otello” is his motto. He doesn´t show him as a victim on stage but as offender. An incalculable despot always searching for his own identity. Confident with his public appearance – a dangerous wimp in his private life. The elegant, sensitive Desdemona is helpless extradited to these moods. Without a chance. José Cura and Fiorenza Cedolins convince with singing and acting in these dramatic dispute. For Jago it´s an easy game because she adores her private Otello and he doesn´t seem to be sure of her – as well as of himself.


www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/das_wueten_der_temperamente_1.13078614.html

Als erfahrener Otello kann José Cura seinen Tenor in der Tiefe wunderbar dunkel wüten lassen, ohne dass er in der Höhe an Strahlkraft verlöre.

José Cura is an experienced Otello and he let his tenor rage marvelously dark in the deep without losing height and charisma.



www.aargauerzeitung.ch/unterhaltung/buch-buehne-kunst/wegen-minarett-plakaten-knallende-tueren-und-buh-rufe-im-opernhaus-114727136

Auch wenn Graham Vick bei der folgenden Massenszene wenig einfällt, triumphiert sein Konzept dank zwei einzigartigen Charakterdarstellern: José Cura (Otello) und Thomas Hampson (Jago). Cura mag zu Beginn unsauber singen, mit Registerbrüchen negativ auffallen und Erwartungshaltungen mit Mätzchen entgegnen (er durchsaust das «Esultate», unterschlägt die berüchtigten «Sangue»-Schreie). Aber er durchdringt seine Rolle bis ins Detail. Und wie er mit bebendem Ton das Finale singt, macht ihm heute keiner so schnell nach. Cura hat es nicht nötig, einen Sympathieträger zu mimen. Er ist das Gegenteil von jenem schönen Domingo-Zeffirelli-Otello, der die Masse hypnotisch lenken konnte. Cura fährt im 1. Akt im Panzer vor und ruft «Nieder mit den Säbeln!»

Even if Graham Vick has only few ideas for the next crowed scene, his concept triumphs thanks to two unique character actors: José Cura (Otello) and Thomas Hampson (Jago). Cura may have sang impure at the beginning, attracted negative attention with register breaks and reply expectations with hokums (he dashes thru the “Esultate”, embezzles the notorious “Sangue” cries). But he penetrates his role in every detail. And the way he sings the finale with trembling sound, nobody can copy that easily. Cura has no need to play a popular figure. He is the opposite of the beautiful Domingo-Zeffirelli-Otello who was able to lead the crowd hypnotically. Cura drives up with a tank and shouts “Down with the swords!”.


www.tagesanzeiger.ch

http://www.opera-guide.ch/review.php?id=1773&uilang=de

In seiner dunklen Hautfarbe ist nämlich der Keim für Otellos Selbstzweifel schon angelegt. Das macht der Tenor José Cura von Anfang an deutlich. Fernab von strahlendem Heldentenor hievt er seine Töne aus sich heraus. Jede Note ein Kraftakt und jede Phrase voller ausgestalteter Bedeutung.

Because in his dark skin lies the source of Otello´s self-doubts. The tenor José Cura made that clear from the beginning on. Far from a bright Heldentenor he heaved the sound out of himself. Every note a major effort and every phrase full of shaped meaning.


http://bazonline.ch

http://www.opera-guide.ch/review.php?id=1772&uilang=de

Doch José Cura bringt so viel Erfahrung mit in die Titelpartie und so viel ungestüme Emotionalität, dass man über die seltsam zweigeteilte Stimme förmlich wegsehen und die Anlaufbewegungen von unten oder offenbar gezielt anderen Betonungen überhören kann: Dieser Otello hat etwas zu sagen.

But José Cura has such a lot of experience with the title role and such a lot of impetuous emotionality on really overlook (connive) the weird splitted voice and the starting from below or the obvious deliberately different emphasis: this Otello has something to say.


www.landbote.ch

http://www.opera-guide.ch/review.php?id=1774&uilang=de

Hinzu kommt ein Solistenensemble, das sich den immensen Herausforderungen gewachsen zeigt, auch wenn sich im dramatischen Druck deklamatorische Prä­gnanz und klare Vokalfarben gern verwischen. Das gilt zumal für José Cura, der sich als erfahrener Otello – er war der Prot­ago­nist auch der letzten Inszenierung im Opernhaus vor zehn Jahren – mit allen Fasern verausgabt und als Figur im Zerfall seines Heldentums zunehmend wächst.

In addition there is a soloist ensemble that measures the requirements, even if with dramatic pressure the declamatory conciseness smudges. This is true especially for José Cura, an experienced Otello – he was the protagonist of the last production at the opera house ten years ago – who overspend with every fiber and grows increasingly as a character with the collapse of his heroism.


http://www.suedostschweiz.ch/search/apachesolr_search/Otello

http://www.opera-guide.ch/review.php?id=1776&uilang=de

José Cura in der Titelrolle irritierte – man muss schon sagen: wie üblich – mit einigen Manierismen, aber er hinterliess nicht den geringsten Zweifel, dass er diese gefürchtete Tenorpartie im Griff hat und sie auch mit seiner Bühnenpräsenz in jedem Moment mit darstellerischer Intensität zu füllen vermag.

José Cura in the title role irritates – one has to say: as usual – with some mannerism, but he left not the slightest doubt that he can cope with this feared tenor role and that with his stage presence he can fill it in very moment with his dramatic intensity.


www.wienerzeitung.at/themen_channel/wzkunstgriff/buehne/407196_Ein-Glaubenskrieg.html

In Graham Vicks Inszenierung zeichnet Cura von Anfang an das Bild eines gefühllosen militärischen Befehlshabers, in dem kein Jago das Feuer der Eifersucht entzünden muss. Wenn Otello Desdemona erwürgt, so macht er dies aus eiskalter Berechnung. Stimmlich überzeugt Cura immer noch mit seiner leicht verhangenen Mittellage und der sicheren Höhe, wobei sich teils eine gewisse Kurzatmigkeit bemerkbar macht.

In Graham Vick´s production Cura shows the picture of an emotionless military commander from the beginning on, and Jago doesn´t have to inflame the jealousy. When Otello strangles Desdemona he does it with icy calculation. Vocally Cura still convinces with slightly overcast mid-range and a secure height, whereas partly a certain shortness of breath is noticeable.
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BeitragThema: Re: Otello in Zuerich 20.10.2011   Otello in Zuerich 20.10.2011 Icon_minitimeDi Nov 29, 2011 9:45 pm

www.opernglas.de
Zürich | Otello 20.10.
Was wäre, wenn Jago nicht gelogen hätte und Desdemona wirklich untreu gewesen wäre – hätte Otello dann das Recht gehabt, sie zu töten? Diese Frage macht der britische Regisseur Graham Vick zum Ausgangspunkt seiner Inszenierung von Verdis „Otello“. Otello erscheint auf der Bühne des Zürcher Opernhauses nicht als edler Wilder, sondern als Verbrecher, der eiskalt mordet. Der Hinter-grund, vor dem solches geschieht, ist eine multikulturelle Welt, die von Kämpfen zerrissen ist. Der Ausstatter Paul Brown deutet das gleich zu Beginn an: Die fast kahle Szene zeigt eine Moschee, ein riesiges Kreuz und einen einfachen Holztisch, er in einer Kaserne stehen könnte und an dem Otello sitzt, um sich etwas schwarze Farbe ins Gesicht zu streichen. Auch der Chor beschmiert sich während der Sturmmusik schwarz – der Rassengegensatz wird auf diese Weise relativiert. Sympathieträger fehlen in diesem Umfeld, überkommene Gewissheiten seitens des Publikums werden unterminiert.
Das könnte ein produktiver, faszinierender Ansatz sein, stellte sich beim Zuschauer nicht gar schnell eine andere Gewissheit ein – nämlich in einer Aufführung zu sitzen, die einmal mehr das hervorholt, was man vom Regietheater längst kennt: Panzer, Rednerpulte für Pressekonferenzen und Fernseh-kameras auf der Bühne, Hawaii-Hemden, Anspielungen auf aktuelle Plakatkampagnen von politischen Parteien. Anregende dramaturgische Desorientierung wird so verdrängt von einem Déjà-vu-Effekt; kein Wunder, dass das Publikum nach den Aktschlüssen nur den verhaltenen Applaus müder Resignation spendete und das Regieteam am Ende mit zahlreichen Buhrufen bedachte. Die Sänger und der Dirigent dagegen kamen zu einer kurzen, aber intensiven Ovation.
Zentrum des Abends war José Cura in der Titelrolle. Ursprünglich war der argentinische Tenor, der schon in der vorherigen „Otello“-Produktion zu Premieren-Ehren gelangt war, als Zweit-besetzung vorgesehen, doch da Peter Seiffert sein Rollendebüt aufgrund einer Bronchitis verschieben musste, wurde die Reihenfolge ihrer Auftritte getauscht. Curas Otello-Portrait ist von düsterer Dramatik und fügt sich in den Kontext der Inszenierung hervorragend ein. Der Sänger auferlegt sich in den Ausbrüchen keinerlei Schonung und beeindruckte mit eminenter Strahlkraft seines Tenors. Dass er in der Phrasierung dazu neigte vorwärtszupreschen, trug dazu bei, den Eindruck brutaler Entschlossenheit zu vermitteln. Vor einem einheitlichen espressivo bewahrten Cura seine Fähigkeit, die Stimme in den lyrischen Abschnitten zurück-zunehmen, und seine Diktion, die, obschon nicht frei von Vokalverfärbungen, mit markant gesetzten Betonungen aufwartete.
Eine hervorragende Diktion kann man auch Thomas Hampson bescheinigen, der als Jago sein Rollendebüt gab. Stärker als bei früheren Verdi-Auftritten vermochte der Sänger die Wortartikulation mit einer flüssigen, „italienischen“ Tongebung zu kombinieren, sodass man nie das Gefühl hatte, Text-analyse rangiere vor dem Singen. Dieses war von einer Fülle von Farben und Nuancen geprägt, solange der dramatische Anspruch der Partie den Bariton nicht an seine vokalen Grenzen führte. In den Forte-Passagen war denn doch spürbar, dass die letzen Reserven mobilisiert werden mussten – die Stimme schwang nicht mehr frei und wirkte spröde, laut statt ausladend. Dennoch wurde der Sänger für seine reich facettierte Interpretation zu Recht gefeiert. Von den drei Protagonisten hinterließ Fiorenza Cedolins die vagesten Eindrücke – sie setzte auf gut fokussierte Piano-Kultur, aber als Figur war ihre Desdemona kaum fassbar. Als Cassio war der junge Tenor Stefan Pop eine solide, aber ebenfalls nicht sonderlich profilierte Besetzung, während der hochbegabte Benjamin Bernheim als Rodrigo und Judith Schmid als Emilia ihre kleinen Partien mit eindringlicher vokaler und darstellerischer Präsenz aufwerteten.
Zwischen den Solisten und dem von Jürg Hämmerli einstudierten Chor auf der einen, dem Orchester auf der anderen Seite wollte sich keine ungetrübte Harmonie einstellen. Der Dirigent Daniele Gatti ließ das Orchester mitunter zu sehr auftrumpfen, was umso mehr auffiel, als auch die Koordination nicht immer über alle Zweifel erhaben war. Trotzdem durfte man mit seiner Leistung insgesamt zufrieden sein: Das warme, volle Klangbild und überraschend zügige Tempi sorgten für Hörgenuss und Dramatik.
Th. Baltensweiler

Main focus of the evening was José Cura in the title role. Originally the Argentinean tenor, who sang in the prior “Otello”-production, was planned as second cast. But as Peter Seiffert had to postpone his role debut because of bronchitis the order of the performances was changed. Cura´s Otello portrait is of gloomy dramatic and fits excellent in the context of the production. The singer imposes himself no rest at all and impresses with eminent charisma of his tenor. That he tends to push forward in phrasing contributes to impart the impression of brutal determination. Cura is kept from a consistent espressivo by his ability to restrain his voice at the lyric parts and his diction, although not free from vocal discolouration, with striking set emphasizes.
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