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 Konzert/Concert Gendarmenmarkt Berlin

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SandraOtt

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BeitragThema: Konzert/Concert Gendarmenmarkt Berlin   Konzert/Concert Gendarmenmarkt Berlin Icon_minitimeMo Jul 11, 2011 7:25 pm

http://www.morgenpost.de/printarchiv/kultur/article1696935/Es-ist-nicht-leicht-neben-Jose-Cura-zu-bestehen.html

Es ist nicht leicht, neben José Cura zu bestehen
Von Martina Helmig
"Haben Sie Ihre Sonnencreme mitgebracht?", ruft José Cura ins Publikum. Tatsächlich, mediterraner könnte die Atmosphäre kaum sein als bei der warmen, wolkenlosen "Italienischen Nacht".
Große Tenöre gehören zum Inventar des Classic Open Air-Festivals. Das ist auch beim 20-jährigen Jubiläum nicht anders. Der Argentinier verlässt schon bei der ersten Arie die Bühne und sucht den Kontakt zum Publikum. "Vesti la giubba" aus Leoncavallos "Pagliacci" kommt mit heftigen Ausbrüchen daher. Barbara Krieger singt die großen Sopran-Arien "Casta Diva" und "Vissi d'arte". Leicht hat sie es nicht, neben dem Weltstar zu bestehen.
Die beiden Künstler geben in Berlin ein Heimspiel. Barbara Krieger lebt hier seit Jahren. José Cura hat hier oft gesungen, kürzlich erst in "Samson et Dalila" an der Deutschen Oper. Die beiden sind ein ungleiches und doch harmonisches Paar. José Cura singt seit vielen Jahren auf den großen Bühnen der Welt. Barbara Krieger hatte einen fantastischen Start im Ensemble der Wiener Staatsoper. Ein schwerer Unfall sorgte für eine lange Karrierepause. Nun gibt sie wieder Konzerte und nimmt CDs auf. Sie hat eine schöne Stimme und große Leidenschaft. Sie singt voller Hingabe, vertieft sich vollkommen in die Gefühlslagen ihrer Opernfiguren. Was ihr Cura ganz eindeutig voraus hat, ist die Routine, die Souveränität. Natürlich auch das stählerne Riesenorgan, dem die Bravorufe nur so zufliegen.
Programmänderungen kündigte Festivaldirektor Gerhard Kämpfe an. Mit der lustigen Begründung, dass die Noten nicht rechtzeitig aus Italien eingetroffen seien. Als wenn man "Lucia di Lammermoor" nur in Italien erwerben könnte. Egal - die Entscheidung, ein paar Chornummern zu streichen, war sicher richtig. Beim "Norma viene" konnte sich der Berliner Konzert Chor mit der Neuen Elbland Philharmonie schon kaum auf ein Tempo einigen. Das Orchester aus Riesa machte bei seinem Classic Open Air-Debüt keine schlechte Figur. Mario De Rose, der sehr oft Curas Konzerte dirigiert, führte die Musiker durch die wechselnden Stilebenen der italienischen Operngeschichte.
Er ist rührend um sie besorgt, bringt ihr während eines Duetts ein Glas Wasser auf die Bühne. Sie singt so herzzerreißend, dass man kaum wahrhaben will, dass die Stimme manchmal etwas brüchig und unsicher wird. Der Gestaltungswille will sich manchmal vehement über kleine technische Unebenheiten hinwegsetzen. Gelegentlich wirkt sie wie eingeschüchtert vom übermächtigen Tenor, der einfach herrlich entspannt durch die berühmten Tenorarien streift. Mehr als das. Immer wieder tritt er auch als Dirigent vors Orchester, und das ist alles andere als nur Showeffekt. Der Allroundmusiker Cura kann auch komponieren, inszenieren und Bühnenbilder schaffen.
Barbara Krieger wirkt im zweiten Programmteil gelassener. Er legt den Arm um sie. "Mario Mario" heißt das tränenschwangere Duett zum Abendrot. Spätestens beim Zugaben-"Nessun dorma" liefen Schauder über 7000 Rücken, und beim "Libiamo" aus "La Traviata" gab es kein Halten mehr - da sang sogar das Publikum mit.

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SandraOtt

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BeitragThema: english   Konzert/Concert Gendarmenmarkt Berlin Icon_minitimeMo Jul 11, 2011 7:26 pm

It´s not easy to exist alongside José Cura
„Did you bring your sun cream?, asks the audience. Indeed, the atmosphere couldn´t have been more Mediterranean as at the warm, cloudless “Italian night”.
Great tenors belong to the inventory of the Classic Open Air festival. That´s the same at the 20th anniversary. The Argentinean already leaves the stage at the first aria and searches contact to the audience. “Vesti la giubba” from Leoncavallo´s “Pagliacci” sung with intense outbursts. Barbara Krieger sings the great sopran arias “Casta Diva” and “Vissi d´arte”. Not easy for her to exist alongside a world star.
For both artists it is a home game. Barbara Krieger lives here for years. José Cura often sang here, just recently “Samson et Dalila” at the Deutsche Oper. The two are an unequal and yet harmonious couple. Since many years José Cura sings at the major stages of the world. Barbara Krieger had a fantastic start at the ensemble of the state opera in Vienna. A serious accident caused a long break in her career. Now she´s giving concerts again and records CDs. She has a beautiful voice and big passion. She sings full of devotion, delves completely into the emotional state of her opera figures. What Cura definitely has ahead of her is the routine, the sovereignty. Of course also the steely giant voice to which the bravos flew to.
The festival director Gerhard Kämpfe announced changes in the program. With the funny explanation that the scores didn´t come in time from Italy. As if one could get “Lucia di Lammermoor” only in Italy. Never mind – the decision to cancel some chorus numbers war certainly right. At the “Norma viene” the Berliner Konzert Chor couldn´t agree with the Neue Elbland Philharmonie about the tempo. The orchestra from Riesa did a good job at their classic open air debut. Mario De Rose, who conducts concert of Cura very often, lead the musicians thru the changing style levels of the Italian opera history.
He´s touchingly concerned about her, brings her a glass of water during a duet onstage. She sings so heartbreaking one refuses to believe her voice is sometimes a bit fragile and uncertain. The will to create is sometimes likely to ignore the small technique unevenness. Occasionally she seems a bit intimidated by the superior tenor who just roams thru the famous tenor arias wonderfully relaxed. More than that. Again and again he steps in front of the orchestra as conductor, and that´s everything else than a show effect. The all-round musician Cura can also compose, direct and create stages sets.
In the second part Barbara Krieger seemed more relaxed. He puts his arm around her. “Mario Mario” is the duet full of tears to the sunset. And by the encore “Nessun dorma” at the latest shivers went up the spines of 7000, and et the „Libiamo“ from „La Traviata“ the audience was up and joined the singing.
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